Zeitzeugenaufrufe

Internetplattform für Zeitzeugen zur Heimerziehung

Die Internetplattform "Jahrhundertkind" des DIH – Deutsches Institut für Heimerziehungsforschung gGmbH unter dem Titel "Wie gelingt Aufarbeitung" dokumentiert die Heimerziehung des vergangenen Jahrhunderts. Die Erkenntnisse sollen auch für eine gegenwärtige menschenwürdige Heimerziehung nutzbar gemacht werden. Kern der Plattform sind Zeitzeugenberichte. Ehemalige Heimkinder aus Ost und West können sich daran beteiligen.

Bestandteil des Angebots sind Informationen zu allen Aspekten der Heimerziehung, zu Fragen der Aufarbeitung und Forschung. Eingebunden wurde auch der Heimatlas, mit dem geografisch bzw. nach Art der Einrichtung die zusammengetragenen Informationen über die verschiedenen Heime abgerufen werden können.

Zur Internetplattform Jahrhundertkind gelangen Sie hier.


Lebensgeschichtliche Dokumentation der Umerziehung in Spezialheimen der DDR

Ziel des Projektes „Zeitzeugenarchiv ehemaliger Heimkinder der DDR“ der Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau e.V. ist es, die Stimmen der Betroffenen dauerhaft zu sichern, den nachfolgenden Generationen zugänglich zu machen und dafür zu sorgen, dass das düstere Kapitel der Heimunterbringung nicht in Vergessenheit gerät.

Vor allem als Gegengewicht zu den institutionellen Akten und Dokumenten, die eine „Geschichte von oben“ schreiben, sind die Erfahrungsberichte und Erinnerung ehemaliger Heimkinder unverzichtbar. Im besonderen Fokus stehen neben der Kindheits- und Heimgeschichte die Folgen des Heimaufenthaltes, unter denen viele Betroffene noch heute schwer leiden.

Die im Rahmen des Projektes geführten, lebensgeschichtlich angelegten Audio-Interviews (etwa 100) bilden die Grundlage für eine Datenbank, die sowohl Besuchern und Besucherinnen der Gedenkstätte als auch Betroffenen und ihren Angehörigen sowie der wissenschaftlichen Forschung an einem Arbeitsplatz in Torgau zugänglich sein wird.

Parallel zum Zeitzeugenarchiv wird - basierend auf der Auswertung der erhobenen Interviews - eine Publikation entstehen, die einer breiten Öffentlichkeit Zugang zum Thema DDR-Jugendhilfe und dem System der Spezialheime ermöglichen soll.

Mehr über das Zeitzeugenprojekt auf den Seiten der Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau e.V. erfahren Sie hier.


Sexueller Kindesmissbrauch beim Sport

Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs ruft Betroffene auf, die sexueller Gewalt beim Sport ausgesetzt waren. Sexuelle Gewalt geschieht in allen Lebensbereichen von Kindern und Jugendlichen: in der Familie, in Institutionen, in der Freizeit und auch beim Sport. Sexueller Kindesmissbrauch im Sport ist bisher noch besonders stark tabuisiert. Dadurch fehlt es an Wissen, welche Bedingungen und Strukturen in diesem Bereich Missbrauch in der Vergangenheit ermöglicht oder begünstigt haben, warum sich Kinder nicht anvertraut haben oder wenn doch, warum ihnen nicht geholfen wurde und was Aufarbeitung bisher verhindert hat.

Die Kommission möchte weitere wichtige Erkenntnisse gewinnen, damit Kinder und Jugendliche in Zukunft besser geschützt werden können. Darum ruft sie heute erwachsene Betroffene auf, die in Kindheit und Jugend sexueller Gewalt beim Freizeit-, Breiten- und Leistungssport sowie beim Schulsport ausgesetzt waren, von ihren Erfahrungen zu berichten. Die Kommission bietet dafür einen geschützten Rahmen in Form von vertraulichen Anhörungen oder von schriftlichen Berichten.

Mehr über den Zeitzeugenaufruf und die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs erfahren Sie hier.

Heimerziehung in der DDR

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Anlauf- und Beratungsstelle
„Heimerziehung in der DDR“

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Kontakt

Bleicherufer 7 | 19053 Schwerin

Bürgerberatung und Rehabilitierung
Charlotte Ortmann

Tel.: 0385 734006
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