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Foto: N. Aris/LASD


Zukunft des Erinnerns: Bundeskongress rückt Gedenkstätten in den Fokus

Der 29. Bundeskongress der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der SED-Opferbeauftragten beim Deutschen Bundestag findet in diesem Jahr vom 24. bis zum 26. April in Chemnitz statt.


Wie erinnern wir künftig an politisch motiviertes Unrecht in der DDR und welche Rolle spielen dabei Gedenkstätten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der 29. Bundeskongress der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der SED-Opferbeauftragten beim Deutschen Bundestag, der vom 24.-26. April 2026 in Chemnitz stattfindet. Chemnitz wurde bewusst als Austragungsort gewählt, denn mit der Gedenkstätte Hoheneck und dem Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis rücken zwei Gedenkstätten in den Mittelpunkt, die erst in den vergangenen Jahren entstanden sind und beispielhaft für die Weiterentwicklung der Gedenkstättenarbeit stehen. Führungen vor Ort sowie Gespräche über Entstehung, Rahmenbedingungen und Perspektiven dieser Orte bilden zentrale Programmpunkte der Tagung.


Eröffnet wird der Bundeskongress am 24. April mit einem feierlichen Auftakt. Es sprechen der Sächsische Ministerpräsident, der Präsident des Sächsischen Landtags, der Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz, die Direktorin der Bundesstiftung Aufarbeitung, die SED-Opferbeauftragte sowie die Sächsische Landesbeauftragte. In seinem Eröffnungsvortrag wird Dr. Markus Pieper, Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, die Besonderheiten der sächsischen Gedenkstättenlandschaft näher beleuchten.


Der Bundeskongress ist das einzige bundesweite Treffen, bei dem Betroffene von SED-Unrecht direkt mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik sowie Akteurinnen und Akteuren der Aufarbeitung ins Gespräch kommen. Er bietet Raum für Austausch, Vernetzung und politische Artikulation. Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet werden erwartet. Den Abschluss bildet am 26. April eine Gedenkveranstaltung an der Gedenkstele am Landgericht.


Mit dem diesjährigen Thema „Orte bleiben. Gedenkstätten und die Zukunft des Erinnerns“ setzt der Bundeskongress ein klares Signal: Die Auseinandersetzung mit dem SED-Unrecht bleibt eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe – und die Orte des Erinnerns gewinnen dabei weiter an Bedeutung.

 

Die Pressemitteilung finden Sie hier.

 

Den Flyer mit dem Tagungsprogramm finden Sie hier



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