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Exponate zur Thematik der sowjetischen Repression, wie Kohle aus Workuta oder ein Verzeichnis der Schweriner Stasi-Bezirksverwaltung "Personen, die von Freunden verhaftet wurden", in der Behörde des Landesbeauftragten (Foto: B.Bley/LAMV).


Vom sowjetischen Militärtribunal in Schwerin zum Tode verurteilt

Gespräch mit Dr. Natalja Jeske und Anne Drescher am Donnerstag, den 16. April 2026, in Schwerin.


Zu einem Gespräch „Vom sowjetischen Militärtribunal in Schwerin zum Tode verurteilt“ mit Dr. Natalja Jeske und Anne Drescher laden am Donnerstag, den 16. April 2026, um 18.00 Uhr im Landgericht Schwerin, Demmlerplatz 1-2, die Heinrich-Böll-Stiftung M-V, die Landeszentrale für politische Bildung M-V und der Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur ein. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms der noch bis 28. April im Schweriner Dokumentationszentrum geöffneten Ausstellung „Das andere Russland. MEMORIAL: Der Kampf um historische Wahrheit und Demokratie“.

 

Mit dem Kriegsende 1945 und der Befreiung vom NS-Regime errichtete die sowjetische Besatzungsmacht im Osten Deutschlands eine neue Diktatur. Über ihre Forschungen zur sowjetischen Repression in der frühen DDR, über Hintergründe und Schicksale sprechen die Rostocker Historikerin Dr. Natalja Jeske und die ehemalige Landesbeauftragte Anne Drescher. Das Gespräch am historischen Ort im Schwurgerichtssaal des Landgerichts Schwerin moderiert der Landesbeauftragte Burkhard Bley. In den Jahren 1950 bis 1955 wurden hier mehr als 100 Zivilisten von einem Sowjetischen Militärtribunal verurteilt und in Moskau hingerichtet. 

 

Burkhard Bley, Landesbeauftragter für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur:

„Wie brutal die Sowjets und ihre Helfershelfer bis Mitte der 1950er Jahre in der SBZ und der DDR vorgingen, dass Menschen verschwanden, weil sie von den ‚Freunden‘ verhaftet wurden, darüber durfte in der DDR nicht gesprochen werden. Dass wir dem Erinnern in unserer Gesellschaft Platz geben, damit unterstützen wir das Anliegen von Memorial, Widerstand zu leisten gegen die Verbrechen, gegen den Krieg, gegen die Lügen.“

 

Donnerstag, 16. April 2026, 18.00 Uhr 

im Schwurgerichtssaal des Landgerichts, 

Demmlerplatz 1-2, 19053 Schwerin

 

Die Pressemitteilung mit weiteren Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.  

 

Informationen zu Ausstellung und Begleitprogramm finden Sie hier.

 

 



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