Zur Präsentation und Freischaltung eines Zeitzeugenvideo-Online-Archivs mit biografischen Interviews mit Bezug zur Geschichte des Landes 1945 bis 1990 laden die Landeszentrale für politische Bildung M-V und der Landesbeauftragte für M-V für die Aufarbeitung der SED-Diktatur am 18. März 2026 um 15.00 Uhr ein in das Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland in Schwerin, Obotritenring 106. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung für die Veranstaltung in Präsenz oder online per Mail an tagung@lamv.mv-regierung.de wird gebeten. Wir versenden vor der Veranstaltung einen Einwahllink. Die Einladung richtet sich an Vertreter der Presse, Lehrkräfte, politische Bildner und an die interessierte Öffentlichkeit.
Nach der Begrüßung durch die Projektpartner, den Direktor der Landeszentrale für politische Bildung M-V Jochen Schmidt und den Landesbeauftragten für M-V für die Aufarbeitung der SED-Diktatur Burkhard Bley, werden diese mit Dr. Cord Pagenstecher von der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin und Projektleiter der Plattform Oral-history.digital, dem Zeitzeugen Uwe Kaspereit und Pastor Dirk Sauermann als Vertreter einer Partnerinstitution über die Ziele und die Bedeutung des Zeitzeugenvideo-Online-Archivs sprechen. Projektmitarbeiterin Anne Horn wird die Sammlung und Funktionsweise kurz präsentieren. Anschließend ist Raum für Fragen und Diskussion. Die Gäste haben vor Ort die Möglichkeit, auf Tablets das Zeitzeugenarchiv selbst zu erkunden.
Die Erfahrungen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die auf Videos verschiedener Partnerinstitutionen in M-V dokumentiert sind, sollen in dem Archiv dauerhaft gesichert und für Bildung, Lehre und Forschung, für Schulen, Gedenkstätten und Universitäten zugänglich gemacht werden. Das Online-Archiv wird auf der Plattform Oral-history.digital der Freien Universität Berlin gehostet und kann von der Gedenkstättenseite des Landes der Landeszentrale für politische Bildung M-V oder auch von der Seite des Landesbeauftragten für M-V für die Aufarbeitung der SED-Diktatur erreicht werden. Die Nutzung ist kostenfrei, eine Registrierung ist notwendig. Aus der wachsenden Sammlung von derzeit mehr als 60 audio-visuellen Beiträgen werden zunächst ca. 20 Videos bereitgestellt. Die Beiträge sollen künftig mit didaktischen Handreichungen und weiteren Begleitmaterialien und Dokumenten angereichert werden. Weitere Interviews werden auch künftig geführt und Eingang in die Sammlung finden.
Die Sammlung umfasst Zeitzeugenvideos zu den Themen Bausoldaten, Friedliche Revolution, sowjetische Repression, Flucht und Fluchtversuche, Inhaftierung, MfS-Mitarbeitende und Zersetzung aus der Bibliothek des Landesbeauftragten für M-V für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Landeszentrale für politische Bildung M-V, des Dokumentationszentrums des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland Schwerin, der Dokumentations- und Gedenkstätte Rostock, des Vereins Erinnerungsort Stasi-Haftanstalt Töpferstraße Neustrelitz e.V., der Evangelischen Akademie der Nordkirche, des aufgelösten Vereins Prora-Zentrum und des Grenzturm e.V. Kühlungsborn.
Der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern Jochen Schmidt:
„Sehr viele engagierte Personen und Akteure haben diese wichtige Sammlung möglich gemacht. Die Erfahrungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen können auf diese Art thematisiert, diskutiert und gewürdigt werden. Ich wünsche mir, dass das Archiv in den nächsten Jahren immer weiter wächst.“
Der Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur Burkhard Bley:
„Wir brauchen die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen mit ihren Berichten und Zeugnissen über ihre individuellen Schicksale für die Diktatur-Aufarbeitung, wir brauchen ihre Erinnerungen als notwendige Ergänzung und Korrektiv zur schriftlichen Überlieferung für die Geschichtswissenschaft. Weil Zeitzeugen auch älter werden und in Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehen, müssen wir ihren Erfahrungsschatz sichern und wir müssen ihn zugänglich machen.“
Präsentation und Gespräch
Mittwoch, 18. März 2026, 15.00 Uhr
Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland, Obotritenring 106, 19053 Schwerin
Der Eintritt ist frei.
Anmeldung, auch für die Online-Übertragung, an: tagung@lamv.mv-regierung.de
Eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern und des Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Presseeinladung als PDF finden Sie hier.
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