Ausstellungen

Foto: Mitglieder von Memorial auf dem Roten Platz zum Jahrestag der Ermordung von der Memorial-Mitarbeiterin Natalja Estemirowa ©Memorial


Eröffnung der Wanderausstellung „Das andere Russland. MEMORIAL: Der Kampf um historische Wahrheit und Demokratie“

Podiumsgespräch zur Eröffnung der Wanderausstellung über die Arbeit der russischen Menschenrechtsorganisation MEMORIAL am Donnerstag, 19. März 2026, 18.00 Uhr, im Dokumentationszentrum Schwerin


Zur Eröffnung der Ausstellung „Das andere Russland. MEMORIAL: Der Kampf um historische Wahrheit und Demokratie“ am Donnerstag, den 19. März, um 18.00 Uhr im Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland, Obotritenring 106 in Schwerin laden die Heinrich-Böll-Stiftung MV, der Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Landeszentrale für politische Bildung MV ein. Die Ausstellung macht somit erstmals Station in Mecklenburg-Vorpommern und kann anschließend vom 20. März bis 28. April 2026 kostenfrei besichtigt werden.

 

Beim Podiumsgespräch zur Eröffnung erwarten die Veranstalter die Geschäftsführerin von Zukunft MEMORIAL Elena Zhemkova und den Historiker Prof. Dr. Jörn Happel von der Universität der Bundeswehr Hamburg. Gemeinsam mit den Gästen diskutieren sie über kritische Erinnerungskultur, über Menschenrechte als Grundpfeiler unserer Demokratie und über Politik und Zivilgesellschaft in Russland. „Es ist für uns wichtiger denn je, über die Kriegsverbrechen und die Menschenrechtsverletzungen der russischen Regierung aufzuklären“, betont Susan Schulz, geschäftsführende Bildungsreferentin der Heinrich-Böll-Stiftung MV.

 

Die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete und in Russland inzwischen verbotene Menschenrechtsorganisation MEMORIAL gehört zu den schärfsten Kritikern des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Die Ausstellung von Zukunft MEMORIAL stellt schlaglichtartig die Geschichte der Menschen-rechtsverletzungen und das Engagement der Organisation für ein demokratisches Russland in der Zeit von 1989 bis heute vor. Und sie gibt Einblick in die bedrohten Sammlungen von Memorial: Unter den Original-Gegenständen von Häftlingen des sowjetischen Straflagersystems, des GULags, findet sich eine selbstgebaute Geige oder die Weste einer Pastorin mit eingenähten Bibeltexten. Einzigartige Objekte, die von der Sehnsucht nach Freiheit zeugen und persönliche Geschichten von Opfern erzählen – aus einer Zeit, die das heutige Putin-Regime vergessen machen will. „Mit der Ausstellungseröffnung wollen wir sowohl den gefährlichen Einsatz für Menschenrechte und für Aufklärung von MEMORIAL würdigen als auch die aktuelle politische Situation in den Blick nehmen“, wirbt der Landesbeauftragte Burkhard Bley für die Eröffnung am 19. März und für einen Besuch der Ausstellung im Dokumentationszentrum.

 

Ausstellungs- und Besichtigungszeit:

20. März – 30. April 2026, Di – Fr, 12.30 – 16.00 Uhr und nach Absprache (Tel: 0385 745299-11; E-Mail: dokuzentrum-schwerin@lpb.mv-regierung.de)

 

Das Programm zur Ausstellung:

 

Do, 9.4., 18 Uhr | Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker

Der Schlüssel würde noch passen. Moskauer Erinnerungen 

Lesung & Gespräch mit Irina Scherbakowa

 

Do, 16.4., 18 Uhr | Landgericht Schwerin, Demmlerplatz 1-2 

Vom sowjetischen Militärtribunal in Schwerin zum Tode verurteilt

Gespräch mit Dr. Natalja Jeske und Anne Drescher 

 

Mi, 28.4., 18 Uhr | Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker, 

„Das deutsch-russische Jahrhundert“ 

Vortrag mit Prof. Dr. Stefan Ceuzberger

 

Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung MV, der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern und des Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur.

 

Den Flyer zu Ausstellung und Programm finden Sie hier.

Die Einladung zur Ausstellungseröffnung finden Sie hier

Die Pressemitteilung zur Ausstellungseröffnung finden Sie hier



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