Ausstellung

Kommunistische Repression und Volksaufstände in Polen und der DDR in den 1950er Jahren.
Die Ausleihe ist kostenfrei.

Die Ausstellung nimmt die Nachkriegsentwicklung der beiden ungleichen Nachbarn Polen und DDR bis Ende der fünfziger Jahre vergleichend in den Blick. Sie lädt dazu ein, den Diskurs über die Ursachen gemeinsamer und unterschiedlicher historischer Entwicklungen zu befördern.

Eine Reihe von historischen Dokumenten und Fotos werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Ausgangspunkt ist die zunächst unterschiedliche Situation 1945 in beiden Ländern: Polen war befreit von deutscher Besatzung, die Ostzone des besiegten Deutschlands wurde unter sowjetische Herrschaft gestellt. Insbesondere während der Stalinzeit in den 1950er Jahren kam es zu einer weitgehenden Angleichung der politischen Verhältnisse in beiden Ländern. Die Ausstellung vermittelt Einblicke in Formen der Unterdrückung von Freiheit und Demokratie auf beiden Seiten der deutsch-polnischen Grenze an Oder und Neiße: Gleichschaltung aller politischen Kräfte unter Führung der Kommunisten nach sowjetischem Vorbild, Enteignungen und Verstaatlichung der Industrie, Zwangskollektivierung auf dem Lande, Aufbau eines Polizei- und Geheimdienstapparates zur Kontrolle aller Bereiche des gesellschaftlichen Lebens, Kampf gegen die Kirche.

Im Mittelpunkt stehen Beispiele für den Widerstand zahlloser Menschen gegen die totalitären politischen Systeme und die Aufstände, zu denen es 1953 in der DDR und 1956 in Polen kam. Deren Vorgeschichte wird ebenso thematisiert wie die Auswirkungen und unterschiedlichen Reaktionen der jeweiligen Machthaber. Während es in Polen zu einer schrittweisen Liberalisierung des politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens kam, wurden in der DDR die Hoffnungen auf Veränderung des Regimes enttäuscht und endeten letztlich im August 1961 mit dem Bau der Mauer.


Ausleihe und Aufstellungsbedingungen:

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und kann kostenlos ausgeliehen werden.
Für die Präsentation wird ein Raum benötigt, der mindestens 10 m lang und 5 m breit sein sollte bei einer Höhe von möglichst 3 m. Die Ausstellung umfasst 12 Tafeln in je 3 vertikalen Elementen (à 75 cm breit, 250 cm hoch). Die Tafeln sind beidseitig beschriftet, darum muss die Ausstellung frei im Raum stehen. Der Aufbau erfolgt durch ein Stecksystem, das einfach zu handhaben ist; die Rahmen der einzelnen Elemente werden mit Metallklammern verbunden. Die Tafeln werden zur Stabilisierung leicht zickzackförmig angeordnet.

Der Transport der Ausstellung erfolgt in 3 Koffern (110 x 100 x 30 cm), die mit Rollen ausgestattet sind. Jeder Koffer wiegt ca. 40 kg.

Für weitere Fragen (Transport, Ausleihdauer, Platzbedarf etc.) kontaktieren Sie uns einfach.

Bei Interesse an der Ausstellung wenden sie sich an die Geschäftsstelle:

Tel.: 0385 734006
Fax: 0385 734007
e-mail:
post@lstu.mv-regierung.de

Herausgeber:

Ausstellung der Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR und der
Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern

Gefördert durch:

Bundesstiftung zur Aufarbeitung
der SED-Diktatur, Berlin

Downloads:

FlyerDownload

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Kontakt

Bleicherufer 7 | 19053 Schwerin

Stellvertretung der LStU und politisch-historische Bildung
Burkhard Bley

Tel.: 0385 734006
e-mail: b.bley@lstu.mv-regierung.de