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Edda Ahrberg berichtet über die Reise nach Workuta. Foto: LStU


"Workuta ist die Hauptstadt der Welt"

Eine Gruppe ehemaliger Häftlinge und Familienangehöriger reiste im Sommer 2013 nach Workuta zum Gedenken an den blutig niedergeschlagenen Streik von Gulag-Häftlingen vor 60 Jahren


Im Rahmen unserer gemeinsamen Reihe „Jour fixe“ laden wir Sie herzlich zu einem Abend zum Thema  

 „Workuta ist die Hauptstadt der Welt“  

ein.

In den letzten Julitagen des Jahres 1953 streikten Häftlinge im sowjetischen Lagersystem rund um die Bergbauregion Workuta am Nordural. Sie forderten nach dem Tod Stalins im März 1953 und der Verhaftung des sowjetischen Geheimdienstchefs und Innenministers Berija eine Überprüfung ihrer Urteile und Hafterleichterungen. Unter den über 75.000 Häftlingen in den Lagern rund um Workuta befanden sich auch über 1.000 Deutsche. Am 1. August wurde der Streik durch die sowjetischen Sicherheitsorgane blutig niedergeschlagen. Es gab Tote und Verletzte.  

Anlässlich des 60. Jahrestages reiste eine Gruppe ehemaliger Häftlinge und Familienangehöriger vom 29. Juli bis zum 3. August 2013 an den Nordural und gedachte mit einer Kranzniederlegung in Workuta der damaligen Ereignisse. Die Fahrt wurde gemeinsam organisiert von Edda Ahrberg von der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (Landesgruppe Sachsen-Anhalt) und der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Mecklenburg-Vorpommern.  

An diesem Abend wird Edda Ahrberg mit Fotos und einem Filmbeitrag von dieser außergewöhnlichen Reise berichten.  

Der Veranstaltungstitel „Workuta ist die Hauptstadt der Welt“ ist ein Zitat ehemaliger GULag-Häftlinge.    

Termin:      Dienstag, 24. September 2013, 18.00 Uhr

Ort:            Bleicherufer 7, 19053 Schwerin

                  (Eingang neben dem Kino Mega Movies)    

Veranstalter:

Die Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

Landeszentrale für politische Bildung MV



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Demokratie auf Achse - Auf Tour durch Mecklenburg-Vorpommern