Presse

Grenzbeobachtungsturm an der Ostsee bei Diedrichshagen. Foto: W. Marquardt / Sammlung Grenzturm e.V.


// 02. August 2021 // 10:00 Uhr

Die Schließung einer tödlichen Grenze

Mauerbau vor 60 Jahren: Gedenken an die Opfer des DDR-Grenzregimes

Vor 60 Jahren, in der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961, wurden von der SED-Führung Soldaten, Polizisten und Kampfgruppen in Marsch gesetzt, um die Sektorengrenzen Westberlins abzuriegeln. Eine Mauer aus Stacheldraht, Beton und Steinen wurde durch die geteilte Stadt errichtet und Westberlin auch vom Umland abgetrennt. Seit ihrer Gründung 1949 hatten bis dahin fast 3 Millionen Menschen die DDR Richtung Westen verlassen, obwohl die DDR schon 1952 die innerdeutsche Grenze zu Westdeutschland durch Zäune, 5-km-Sperrzone und Bewachung nahezu undurchlässig gemacht hatte. Um ihre Bürger an der Flucht zu hindern, nahm die SED-Führung auch deren Tod in Kauf. Mindestens 400 Menschen starben an der Berliner Mauer und der Westgrenze durch das DDR-Grenzregime: durch Schusswaffen der Grenzpolizei und späteren Grenztruppen, aber auch durch Minen und Selbstschussanlagen.

„Wir gedenken der Menschen, die durch die menschenverachtenden Grenzsicherungsmaßnahmen der DDR zu Tode kamen, die verfolgt und inhaftiert wurden, weil sie in Freiheit leben wollten“,
sagte Anne Drescher, die Landesbeauftragte für MV für die Aufarbeitung der SED-Diktatur.
„Kaum noch vorstellbar ist heute, wie furchtbar diese tödliche Grenze war. Der Wert von Demokratie und Freiheit sollte für die junge Generation mit konkreten Schicksalen vom Leben in einer Diktatur erfahrbar gemacht werden.“

Die Landesbeauftragte gestaltet das Gedenken mit ihren Kooperationspartnern Landeszentrale für politische Bildung MV und Politische Memoriale MV e.V. bei der Vorstellung des neuen Gedenk- und Lernpfades zum geschleiften Dorf Lankow am 7. August 2021 in Dechow, bei der Radtour entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze vom 12. bis 15. August 2021 und am 13. August 2021 bei einer Veranstaltung im Willy-Brandt-Haus in Lübeck zum Zwischenstand des Forschungsprojekts Todesfälle bei Ostseefluchten der Universität Greifswald.

Die Pressemitteilung der Landesbeauftragten zum Download finden Sie hier.



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