Presse


// 23. Januar 2019 // 11:20 Uhr

Beauftragt für die Aufarbeitung der SED-Diktatur

Landtag aktualisiert Auftrag und Bezeichnung für die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen

PRESSEMITTEILUNG
Schwerin, 23. Januar 2019

Beauftragt für die Aufarbeitung der SED-Diktatur
Landtag aktualisiert Auftrag und Bezeichnung für die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen

Mit aktualisiertem Auftrag und neuer Bezeichnung geht die Behörde der Landesbeauftragten für MV für die Stasi-Unterlagen künftig als Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur in das Jubiläumsjahr der Friedlichen Revolution. Mit dem neuen Aufarbeitungsbeauftragtengesetz hat der Landtag am 23. Januar 2019 den seit Einrichtung der Behörde 1993 geänderten und erweiterten Aufgabenkreis berücksichtigt.

Der Schwerpunkt der Behörde ist die Beratung und Unterstützung von Menschen, die in der Sowjetischen Besatzungszone oder der DDR politische Repression erleben mussten und Leid und Unrecht erfahren haben. Neben politischen Häftlingen sind das auch ehemalige DDR-Heimkinder, Sportler und Betroffene, die in der DDR als Minderjährige in psychiatrischen und Behinderteneinrichtungen untergebracht waren.

Seit 1993 haben bei der Behörde und ihren zeitweise angegliederten Beratungsstellen 30.000 Menschen Rat gesucht. Betroffene werden zumeist bei der Akteneinsicht in die Stasi-Unterlagen und darüber hinaus zur Schicksalsklärung auch durch Recherchen in einer Vielzahl von Archiven beraten. Die Stasi-Unterlagen selbst werden von der Behörde des Bundesbeauftragten verwaltet, mit den Außenstellen im Land in Neubrandenburg, Rostock und Schwerin.

Zu den weiteren Aufgaben der Landesbeauftragten gehört die politische Bildung, die politische und historische Aufarbeitung der kommunistischen und der SED-Diktatur insbesondere für das Gebiet des heutigen Landes Mecklenburg-Vorpommern. Mit jährlich etwa 60 bis 70 Veranstaltungen wie Schulprojekttagen, Filmaufführungen, Tagungen, Seminaren, Vorträgen und Präsentationen sollen insbesondere der jungen Generation zeitgeschichtliche Kenntnisse vermittelt werden. Aus eigenen und beauftragten regionalen Forschungen hat die Landesbeauftragte in ihrer Schriftenreihe mittlerweile 55 Publikationen herausgegeben.

Die Pressemitteilung zum Download finden Sie hier.

Eine Pressemitteilung des Justizministeriums MV finden Sie hier.

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