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// 23. September 2021 // 17:00 Uhr

Nicht gehört? Gehörlose Kinder und DDR-Gehörlosenpädagogik

Vortrag und Diskussion am 23. September 2021 in der Viehhalle Güstrow

Zu einer Veranstaltung über den Umgang mit gehörlosen Kindern in der DDR lädt die Landesbeauftragte für MV für die Aufarbeitung der SED-Diktatur Anne Drescher am 23. September 2021, dem Internationalen Tag der Gebärdensprache, um 17.00 Uhr in die Viehhalle in Güstrow. Unter dem Titel „Nicht gehört? Gehörlose Kinder und DDR-Gehörlosenpädagogik“ soll nach Expertenvorträgen von Dr. Sylvia Wolff „Selbstverständlich Gebärdensprache!“ und Dr. Anja Werner zur DDR-Gehörlosenpädagogik in einem Podiumsgespräch über den Blick zurück auch die heutige Situation thematisiert werden.

Neben den Experten sollen in der von NDR-Journalistin Dörthe Graner moderierten Runde auch Vertreterinnen aus dem für Förderschulen zuständigen Referat des Bildungsministeriums MV, von Betroffenen und Verbänden zu Wort kommen. Der Theologe Curt Stauss wird den Tag mit einem seelsorgerlichen Schlusswort beenden. Die Beiträge und das Podium werden simultan in Gebärdensprache übersetzt. Weitere Dolmetscher stehen bei Bedarf zur Verfügung.

Die aufgrund der Pandemie begrenzte Teilnehmerzahl ist bereits erreicht. Möglich ist derzeit noch eine Vormerkung für den Fall, dass angemeldete Teilnehmer absagen, unter tagung{at}lamv.mv-regierung.de oder Telefon 0385/734006.

Unter den mehr als 2.000 Betroffenen, die sich an die bei der Landesbeauftragten angesiedelte Anlauf- und Beratungsstelle der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ wandten, waren mehrere hundert gehörlose Menschen. In den Beratungen mit Betroffenen und deren Angehörigen wurde mehrheitlich kritisiert, dass in den Sonderschulen in der DDR Gebärdensprache nicht gelehrt, sondern verboten oder zumindest diskriminiert wurde.

Die Landesbeauftragte Anne Drescher sagte: „Das, was uns diese Frauen und Männer in den Beratungsgesprächen über ihre Kindheit berichteten, hat uns sehr betroffen gemacht. Da über ihr Schicksal bisher wenig bekannt ist, haben wir Ende letzten Jahres in unserer Schriftenreihe die Publikation: ‚Nicht gehört: Gehörlose Kinder in der DDR‘ herausgegeben. Aus der Erfahrung dieser Menschen sollten im Land Mecklenburg-Vorpommern in Hinsicht auf Lehrangebote der Gebärdensprache Verbesserungen erreicht werden.“

 

Vortrag und Diskussion
Donnerstag, 23. September 2021, 17.00 Uhr

Veranstaltungszentrum „Viehhalle“, Speicherstraße 11, 18273 Güstrow

Eintritt frei.

Vormerkung unter tagung{at}lamv.mv-regierung.de oder Telefon 0385/734006


Sandra Uhlig / Sandra Pingel-Schliemann: Nicht gehört: Gehörlose Kinder in der DDR. DDR-Sonderschulwesen. Gehörlosenpädagogik in der DDR. Mit Biographien von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus Mecklenburg-Vorpommern. ISBN 978-3-933255-62-4. Schutzgebühr 6 Euro.

Online bestellt werden kann die Publikation unter
www.landesbeauftragter.de/publikationen/aktuelle-publikationen/
Das Buch ist auch erhältlich in der Geschäftsstelle der Landesbeauftragten
Tel.: 0385-734006, Fax: 0385-734007, Mail: post{at}lamv.mv-regierung.de.


Eine am 15. September 2021 aktualisierte Pressemitteilung der Landesbeauftragten zum Download finden Sie hier.



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