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Quelle: LAMV


„Wenn man darüber spricht, ist es eine Erleichterung“

Festveranstaltung zum Abschluss der Arbeit für die Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ am 17. November 2022 im Goldenen Saal in Schwerin


Stellvertretend für die mehr als 2.000 Menschen, die bei der Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur für die Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ betreut wurden und auch für die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Einrichtungen, in Behörden, insbesondere in Archiven, oder bei den Medien, welche die Arbeit der Stiftung unterstützt und begleitet haben, lädt die Landesbeauftragte ein, zum Abschluss der Arbeit für die Stiftung sowohl einen Blick zurück, aber auch einen Blick nach vorn zu werfen.

Nach wie vor ist in der Gesellschaft über die erschütternden Schicksale der damals noch minderjährigen behinderten Menschen viel zu wenig bekannt. Wir verstehen es als bleibende Aufgabe, über die sonderpädagogischen, psychiatrischen und Behinderteneinrichtungen und die in ihnen herrschenden Bedingungen zu forschen, die Gesellschaft zu informieren und wünschen uns, dass aus diesen Erkenntnissen Lehren für die künftige Gestaltung von Einrichtungen für behinderte Menschen gezogen werden. Auch über Ihre Anregungen und Wünsche möchten wir auf unserer Veranstaltung mit Ihnen ins Gespräch kommen.
 

Im Januar 2017 wurde die Anlauf- und Beratungsstelle Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ bei der Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur eingerichtet. Die Stiftung unterstützt Menschen, die als Kinder und Jugendliche in der DDR zwischen 1949 und 1990 in stationären Einrichtungen der Sonderpädagogik, Psychiatrie oder Behindertenhilfe Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch unter den Folgen leiden. Im Dezember 2022 endet die Arbeit der Anlauf- und Beratungsstelle. Die Veranstaltung im Goldenen Saal soll noch einmal aufmerksam machen auf die erlebten Leid- und Unrechtserfahrungen der Frauen und Männer. Der festliche Rahmen soll zugleich Anerkennung und Würdigung ihres schweren Schicksals sein.
 

Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, können Sie sich noch kurzfristig in der Geschäftsstelle per Mail tagung{at}lamv.mv-regierung.de anmelden.

Die Beiträge werden simultan in Gebärdensprache übersetzt.

Bitte beachten Sie auch unsere Hinweise zum Infektionsschutz.


Programm

14.30 Uhr
Ankommen bei Kaffee und Kuchen

15.00 Uhr
Musik
Ensemble Nachtigall mit Victorita Condoi (Violine),
Anton Kryukov (Bajan), Jonathan Condoi (Kontrabass)

Begrüßung
Anne Drescher
Landesbeauftragte für M-V für die Aufarbeitung der SED-Diktatur

Grußwort
Stefanie Drese
Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern

Rückblick auf die Arbeit der Anlauf- und Beratungsstelle
Burkhard Bley
Stellvertretender Landesbeauftragter

Behinderte Menschen brauchen Mitsprache!
Thomas Krüger
Zeitzeuge

Einrichtungen heute und morgen
Christin Dettmann
Pflegedienstleitung der Schwerstpflegeeinrichtung Haus am Goldberger See
Musik

16.30 Uhr
Festvortrag
Prof. Dr. Anke Dreier-Horning
Deutsches Institut für Heimerziehungsforschung und Evangelische Hochschule Berlin
Musik

17.00 Uhr
Über wirksame Worte
Christiane Seyfarth
Supervisorin und Lebensberaterin
Musik
anschließend Empfang

ca. 18.30 Uhr Ende

Die Beiträge werden simultan in Gebärdensprache übersetzt.

Anmeldung
Bitte melden Sie sich in unserer Geschäftsstelle an:
Mail: tagung{at}lamv.mv-regierung.de
Tel.: 0385 734 006
Fax: 0385 734 007

Veranstalterin
Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern
für die Aufarbeitung der SED-Diktatur
Bleicherufer 7, 19053 Schwerin

Veranstaltungsort
Goldener Saal, Puschkinstraße 19-21, 19055 Schwerin

Eingang
Bitte nutzen Sie den separaten Eingang zum Goldenen Saal im linken Seitenflügel des Justizministeriums.

Parken
In unmittelbarer Umgebung des Justizministeriums kann nicht geparkt werden. Nutzen Sie bitte den kostenpflichtigen Parkplatz „Altstadt“ an der Grünen Straße in Schwerin. Der Fußweg zum Goldenen Saal beträgt 300 Meter.

Hinweise zum Infektionsschutz
Wir bitten Sie, insbesondere im Interesse unserer vulnerablen
Gäste,
- am Tag der Veranstaltung um einen Covid-Schnelltest in Eigenverantwortung,
- die Veranstaltung mit Krankheitssymptomen oder einem positiven Test nicht aufzusuchen,
- um das Tragen einer medizinischen Maske im Goldenen Saal, die am Platz abgelegt werden kann.

Titel-Zitat: Zeitzeugin Beate Runge auf der Tagung „Der Umgang mit behinderten
Minderjährigen in der DDR“ am 18. März 2021 in Schwerin, online: www.youtube.com/watch?v=qToyv2f1lLY

Die Einladungskarte zum Download finden Sie hier.

 



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