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Auch ein Ergebnis der Stasi-Auflösung 1989: Der Wachturm des ehemaligen Stasi-Objekts in Rampe wurde 2016 anlässlich des 25jährigen Jubiläums des Diakoniewerks Neues Ufer zu einem Kirchturm umgestaltet. Foto: Diakoniewerk Neues Ufer


// 06. Dezember 2019 // 17:00 Uhr

„Es wurde der Wunsch an mich herangetragen…“

Veranstaltung zu 30 Jahren Stasi-Auflösung und zur Zukunft der Akten

Zu einer Veranstaltung zu 30 Jahren Stasi-Auflösung und zur Zukunft der Akten am Freitag, 6. Dezember 2019 um 17.00 Uhr lädt die Landesbeauftragte für MV für die Aufarbeitung der SED-Diktatur Anne Drescher in das Dokumentationszentrum in Schwerin ein.

Das Schweriner Bürgerkomitee hatte am 5. Dezember 1989 das Gebäude am Demmlerplatz für einen Rundgang betreten. Am 6. Dezember drängte der Untersuchungsausschuss den Bezirksstaatsanwalt Dr. Günter Wolf, im Dienstobjekt der Bezirksverwaltung in Rampe die Akten zu sichern. Kirchenjurist Wolfgang Loukidis hat dieses Gespräch, das Wolf mit den Worten eröffnete: „Es wurde der Wunsch an mich herangetragen…“, mit seinem Diktiergerät festgehalten.

Am Morgen des 4. Dezembers 1989 hatten Bürger auf Initiative von Frauenaktivistinnen die Stasi-Bezirksverwaltung Erfurt besetzt. Am Abend folgten Besetzungen in Leipzig, Suhl und Rostock und weiteren Kreisdienststellen. Am 5. und 6. Dezember 1989 wurden auch alle anderen Bezirksverwaltungen durch Bürgerkomitees besetzt. Gefordert wurde, die Vernichtung der Akten zu stoppen, deren Sicherung zu kontrollieren und die Stasi aufzulösen.

Neben der Rückschau auf die Ereignisse von 1989 aus der Sicht von Beteiligten und mit der historischen Einordnung geht es auch um die Zukunft der Stasi-Akten. Nach Begrüßung durch die Landesbeauftragte für MV für die Aufarbeitung der SED-Diktatur Anne Drescher eröffnet Justizministerin Katy Hoffmeister die Veranstaltung mit einem Grußwort. Die Moderation übernimmt der Journalist Thomas Balzer. Der Historiker Christoph Wunnicke ordnet mit einem Impulsreferat die Schweriner Ereignisse zur Auflösung der Stasi in den Gesamtkontext ein.

Die ehemaligen Mitglieder des Bürgerkomitees Dr. Peter Kruse und Wolfgang Loukidis tragen ihre Erinnerungen mit Unterstützung von Bild- und Tondokumenten vor. Eine weitere Perspektive bringt Volkbert Keßler ein, der als Staatsanwalt mit dem Bürgerkomitee kooperierte.

Zur Zukunft der Stasi-Akten und zur Standortfrage informiert Jörn Mothes, Beiratsvorsitzender beim Bundesbeauftragten und ehemaliger Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, für die anschließende Diskussion.

Vortrag und Gespräch
Freitag, 6. Dezember 2019, 17.00 Uhr

Dokumentationszentrum, Obotritenring 106, 19053 Schwerin

Eintritt frei.

Eine Einladung mit dem Programm der Veranstaltung finden Sie hier.

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