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// 02. September 2019 // 17:00 Uhr

Erinnerungszeichen Friedliche Revolution in Mecklenburg-Vorpommern

Ausstellung der Entwürfe des künstlerischen Wettbewerbs in MV

Oftmals stehen Grenzöffnung und Mauerfall als Symbol für den Herbst 1989. Doch das war erst die Folge eines Prozesses, der lange vorher begann und ganz verschiedene Facetten hatte.

Vor 30 Jahren geschah etwas bis dahin Undenkbares: Die SED verlor nach 40 Jahren alleiniger Herrschaft ihre Macht. Zunehmend mehr Bürgerinnen und Bürger der DDR flohen über Ungarn und die Tschechoslowakei in die Bundesrepublik; andere wollten Veränderung und drängten auf die Straße. Was in kleinen Gruppen mit Friedensgebeten, widerständigen Aktionen oder stiller Verweigerung seinen Anfang nahm, wurde zu einem lautstarken Protest. Für einen kurzen Herbst bestimmte die Friedliche Revolution den Alltag in der DDR.

Um an dieses Ereignis zu erinnern und es stärker im kollektiven Gedächtnis zu verankern, hat der Landtag ein Konzept zum Gedenken an die Friedliche Revolution in Mecklenburg-Vorpommern verabschiedet. Als zentraler Gedächtnisort wurde Waren (Müritz) ausgewählt, weil hier eine der ersten öffentlichen Demonstrationen stattfand, der Ort zentral liegt und aus dem gesamten Bundesland gut zu erreichen ist. Vor der Georgenkirche in Waren (Müritz) soll das zentrale Erinnerungszeichen an die Friedliche Revolution in Mecklenburg-Vorpommern errichtet werden. Hier fanden sich am 16. Oktober 1989 etwa 300 Menschen zu einer Fürbittandacht ein und verließen unter dem Motto: EINE HOFFNUNG LERNT LAUFEN den geschützten Raum der Kirche. Mit Kerzen in der Hand gingen sie zum Markt und anschließend zur Marienkirche. Diese konkreten Ereignisse stehen beispielhaft für den landesweiten Aufbruch, der von dezentralen Aktionen geprägt war.

Für das Erinnerungszeichen hat das Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch die Landeszentrale für politische Bildung, im Mai dieses Jahres einen Künstlerischen Wettbewerb mit vorgeschaltetem offenen Bewerberverfahren ausgelobt. Zehn Künstlerinnen und Künstler wurden durch einen Sachverständigen-Ausschuss ausgewählt und eingeladen, „eine künstlerische Intervention zu entwickeln, die sich mit dem beschriebenen Thema auseinandersetzt und dabei über eine hohe künstlerische Qualität und Aussagekraft verfügt“. Am 23. September 2019 entscheidet eine Jury darüber, welcher der Entwürfe den Wettbewerb gewinnt und umgesetzt wird.

Vorab werden die 10 Wettbewerbsbeiträge in anonymer Form öffentlich ausgestellt, so dass alle Interessierten einen eigenen Eindruck von den Ideen und künstlerischen Herangehensweisen gewinnen können. Rückmeldungen zu den Entwürfen werden bis zum 17. September 2019 entgegengenommen.
Sie können eine E-Mail senden an: wettbewerb1989{at}lpb.mv-regierung.de oder eine Mitteilung am Ausstellungsort in einem der bereitgestellten Postkästen hinterlassen. Die Rückmeldungen werden der Jury am 23. September in gesammelter und aufbereiteter Form zur Kenntnis gegeben.

Die öffentliche Bekanntgabe des Siegerentwurfs ist Teil der Festveranstaltung zum 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution am 16. Oktober 2019 in Waren (Müritz), zu der Sie alle herzlich eingeladen sind.

Ausstellung
2. bis 10. September 2019

Ausstellungseröffnung
Montag, 2. September 2019, 17.00 Uhr
Altes Rathaus,
Am Markt 14, 19053 Schwerin


Ein Video von Schwerin TV zur Ausstellungseröffnung finden Sie hier.

Ausstellungsorte und Termine

Datum

Öffnungszeiten

Aussteller

Ausstellungsort

02.–27.09.2019

Mo–Fr 9.00–18.00

Hansestadt Anklam

Rathaus

06.–19.09.2019

Di–Sa 10.00–16.30

Stadtmuseum Bergen

Stadtmuseum

02.–27.09.2019

Di–Fr vorm., Di+Do nachm.

Hansestadt Demmin

Rathaus, Festsaal

06.–19.09.2019

 

Mehrgenerationenhaus Dummerstorf

Gemeindezentrum, Gustav Frölich Allee 20

02.–15.09.2019

9.00–16.00

cultura mobile e.V., Gnoien

MGH Familienzentrum KULTURBöRSE Gnoien

02.–15.09.2019

zu Veranstaltungen und nach Absprache

Hansestadt Greifswald

Soziokult. Zentrum St. Spiritus

28.08.–25.09.2019

Di–Do vorm., Do nachm.

Stadt Grevesmühlen

Rathaus, Foyer

30.08–13.09.2019

Mo–Do 8.00–18.00, Fr 8.00–15.00

Stadt Güstrow

Rathaus

02.–27.09.2019

Mo, Di, Do, Fr vorm., Di + Do nachm.

Stadt Ludwigslust

Rathaus

06.–30.09.2019

tgl. 10.00–18.00

Neustrelitz

Kulturquartier Mecklenburg–Strelitz

04.–18.09.2019

Mo–Fr 14.00–16.00; Sa + So 14.00–17.00

Museum der Stadt Pasewalk

St. Marienkirche

02.–16.09.2019

tgl. 10.00–18.00

Innenstadtgemeinde Rostock

Petrikirche, Nordschiff

02.09.–10.9.2019

 

Stadt Schwerin

Historisches Rathaus, Foyer

02.09.–16.09.2019

Mo–Fr 9.00–17.00

Hansestadt Stralsund

Amt für Planung und Bau, Badenstr.

30.8.–18.09.2019

Mo–Do 8.00–16.00, Di –18.00, Fr –12.00

Seebad Ueckermünde

Rathaus, Bürgersaal

02.–13.09.2019

 

Stadt Waren (Müritz)

Rathaus

02.–28.09.2019

Mo–Do 8.00–18.00, Fr. –13.00

Stadtgeschichtliches Museum der Hansestadt Wismar

Volkshochschule, Badstavenstr.

Heimerziehung in der DDR

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Anlauf- und Beratungsstelle
„Heimerziehung in der DDR“

Demokratiebus

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Demokratie auf Achse - Auf Tour durch Mecklenburg-Vorpommern