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Foto: Houschka / Janner & Schöne


// 23. Mai 2018 // 15:00 Uhr

Staatsdoping in der DDR: Gesundheitliche Folgen und Stand der Forschung

Weiterbildungsveranstaltung der Ärztekammer MV in Rostock am 23. Mai 2018

Mehr als 1500 Sportlerinnen und Sportler der ehemaligen DDR haben sich in den vergangenen
Jahren an die Beratungsstelle der Doping-Opfer-Hilfe und die Landesbeauftragte für
Mecklenburg-Vorpommern für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen
DDR gewandt. Die betroffenen Athleten sehen sich durch das staatliche Doping in der DDR
heute zunehmend mit physischen und psychischen Spätfolgen konfrontiert. Für einen Antrag
auf Entschädigung im Rahmen des 2. Doping-Opfer-Hilfegesetzes (DOHG) benötigen sie
ärztliche Gutachten, die die Zusammenhänge zwischen verabreichten Dopingsubstanzen,
Wirkungen und Nebenwirkungen sowie die möglichen Folgen attestieren.

Die Veranstaltung führt ein in die Thematik „Staatsdoping in der DDR" und informiert über
die gravierenden gesundheitlichen Folgen für die betroffenen Sportler. Dabei wird ein Überblick
zu den verwendeten leistungssteigernden sogenannten „unterstützenden Mittel" und
Substanzen einschließlich der kurz- und langfristigen Wirkungen und verwendeten Dosierungen
und deren Wechselwirkungseffekte mit den Trainingsbedingungen gegeben. Die Teilnehmer
erhalten Einblick in notwendige Beratung, Begleitung und Unterstützung der Betroffenen,
z. B. mit der Erstellung der medizinischen Gutachten für die Inanspruchnahme von
Entschädigungsleistungen, Berufsunfähigkeitsnachweisen und Berentung.

Weiterbildungsveranstaltung
(2 Stunden, 2 Fortbildungspunkte, Reg,-Nr.: 18 / 05 / 23 / 8)
Mittwoch, 23. Mai 2018, 15.00 bis 17.00 Uhr

Hörsaal, Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern,
August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock

Anmeldung bis 16. Mai 2018
an das Referat Fortbildung der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, Tel.: 0381 49280-42, -43
oder -44, E-Mail: fortbildung{at}aek-mv.de

Leitung
Herr Dr. med. Andreas Crusius,
Präsident der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern
Frau Anne Drescher
Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

Programm
Staatsdoping in der DDR und seine Opfer — Einführung in den Staatsplan 14.25,
Systematische Dopingvergabe, Trainerpraxis und deren Auswirkungen auf junge Sportler

Professorin Ines Geipel, Vorsitzende der Doping-Opfer-Hilfe e. V. Berlin

Gesundheitliche Langzeitfolgen des Dopings bei ehemaligen DDR-Athleten,
physische und psychische Schäden durch Dopingeinnahme, Begutachtungen,
medizinische Möglichkeiten der Unterstützung

Prof. Dr. med. habil. Harald Freyberger,
Chefarzt, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Dr. med. Jochen-Friedrich Buhrmann,
Chefarzt, Helios Kliniken Schwerin, Carl-Friedrich-Flemming-Klinik

Stand der journalistischen Aufarbeitung — Umgang und Aufbewahrung
sportmedizinischer Unterlagen, Auswirkungen der fehlenden Nachweise
auf ehem. Sportler, Fallbeispiele

André Keil, Journalist beim Norddeutschen Rundfunk (NDR)

Heimerziehung in der DDR

Heimerziehung in der DDR
Anlauf- und Beratungsstelle
„Heimerziehung in der DDR“

Demokratiebus

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Demokratie auf Achse - Auf Tour durch Mecklenburg-Vorpommern