Dopingopfer-Hilfegesetz


Der Leistungssport diente als Aushängeschild der DDR und sollte nach innen und außen über die Defizite des „real existierenden Sozialismus“ hinwegtäuschen. Die staatlich gelenkte Sportpolitik organisierte Erfolge auch durch den flächendeckenden Einsatz von Doping. Dabei wurden geschätzte 15.000 Leistungs- und  Nachwuchssportler auch zwangsweise oder in Unkenntnis gedopt. Viele ehemalige Sportler leiden heute unter erheblichen gesundheitlichen Spätfolgen.

Aus dem im August 2002 aufgelegten Hilfsfonds des bis Ende 2007 gültigen Dopingopfer-Hilfegesetzes erhielten lediglich 194 Betroffene Hilfeleistungen. Seit Juli 2016 gibt es ein Zweites Dopingopfer-Hilfegesetz. Anspruchsberechtigt sind ehemalige Sportlerinnen und Sportler, die in der DDR ohne ihr Wissen oder gegen ihren Willen gedopt wurden und keine Leistungen des ersten Fonds bezogen haben. Ansprüche sind bis zum 30. Juni 2017 beim Bundesverwaltungsamt anzumelden.

Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat sich zur Aufarbeitung von Doping und Zwangsdoping in den drei Nordbezirken der DDR bekannt und mit Beschluss vom 28. Januar 2016 die Behörde der Landesbeauftragten als Anlaufstelle für betroffene ehemalige Sportlerinnen und Sportler benannt. Die Landesbeauftragte nimmt die Anfragen von in der DDR von Doping betroffenen und geschädigten Sportlern entgegen und arbeitet eng mit dem Verein Doping-Opfer-Hilfe e.V. zusammen.

Beratung

Wir empfehlen Ihnen, sich mit Ihren Fragen und Anliegen bzw. zur Vereinbarung eines Beratungstermins an die Bürgerberaterin der Landesbeauftragten Frau Ortmann zu wenden:
Tel.: 0385 734006
Mail: c.ortmann{at}lstu.mv-regierung.de

oder an den

Doping-Opfer-Hilfe e.V.
Schliemannstraße 23
10437 Berlin
Tel.: 030/44710826
Mail: info{at}no-doping.org
Internet: www.no-doping.org


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Kontakt

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Bürgerberatung und Rehabilitierung
Charlotte Ortmann

Tel.: 0385 734006
e-mail: c.ortmann@lstu.mv-regierung.de