DDR-Heimerziehung

Quelle: Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau e.V

 

Hilfeleistungen durch den Fonds

Der Bund und die neuen Länder erkennen an, dass Kindern und Jugendlichen in Heimen der DDR Leid und Unrecht zugefügt worden ist und stellen daher 65 Millionen Euro für den Fonds „Heimerziehung in der DDR“ als freiwillige Leistung zur Verfügung.
Die Angebote des Fonds „Heimerziehung in der DDR“ richten sich unabhängig von der Trägerschaft der Heimeinrichtung an ehemalige DDR-Heimkinder, die in den Jahren 1949 bis 1990 in einem Heim der Jugendhilfe oder einem Dauerheim für Säuglinge und Kleinkinder untergebracht waren.
Finanzielle Hilfen können den Betroffenen gewährt werden, denen Unrecht und Leid während ihrer Heimunterbringung zugefügt wurde, soweit heute noch Folgeschäden bestehen und diese nicht über die bestehenden sozialen Versorgungssysteme abgedeckt werden können.
Ausgleichszahlungen werden gewährt, soweit für erbrachte Arbeitsleistungen während des Heimaufenthalts keine Beiträge in die Sozialversicherung der DDR gezahlt wurden oder geleistete Beiträge durch die Rentenversicherung nicht anerkannt wurden und es deshalb zu einer Minderung von Rentenansprüchen kommt.
Die Glaubhaftmachung innerhalb des Beratungsgesprächs ersetzt fehlende Nachweise.
Unterstützt wird in der Beratung unter anderem die Aufarbeitung der eigenen Biografie z.B. durch Recherchen nach den Jugendhilfeakten.
Anmeldeschluss für Betroffene war der 30. September 2014. Für gemeldete Betroffene können in Beratungsgesprächen bis Ende 2017 Leistungen des Fonds „Heimerziehung in der DDR“ vereinbart werden. Der Fonds endet am 31.12.2018.

Sämtliche Leistungen aus dem Fonds „Heimerziehung Ost“ sind bei der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II) und der Sozialhilfe (SGB XII) nicht als Einkommen und auch nicht als Vermögen anzurechnen.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage sowie bei der Wissensdatenbank der Agentur für Arbeit.


Heimerziehung in der DDR

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Anlauf- und Beratungsstelle
„Heimerziehung in der DDR“

Kontakt

Bleicherufer 7 | 19053 Schwerin

Anlauf- und Beratungsstelle
„Heimerziehung in der DDR“

Tel.: 0385 / 557 1661
Fax: 0385 / 734 007
e-mail: heimerziehung@lstu.mv-regierung.de

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