Presse


// 25. Oktober 2017 // 09:00 Uhr

Staatsdoping in der DDR. Eine Einführung

Neuerscheinung in der Schriftenreihe der Landesbeauftragten ab sofort erhältlich

Die sportlichen Erfolge der DDR waren durch ein staatlich organisiertes, flächendeckendes Zwangsdopingsystem erkauft – auf Kosten der Gesundheit von mehr als 15.000 Spitzen- und Nachwuchssportlern. Heute leiden Tausende ehemalige Sportler unter gravierenden gesundheitlichen Problemen, die Folge einer menschenverachtenden Dopingpraxis sind. Nach einem ersten Hilfesystem für betroffene Sportler, das bereits 2007 ausgeschöpft war, wurde 2016 ein Zweites Dopingopfer-Hilfegesetz aufgelegt. Problematisch für die geschädigten Sportler ist neben der persönlichen Betroffenheit der Mangel an geeigneten Gutachtern und Therapeuten.

Die vorliegende von der Landesbeauftragten für MV für die Stasi-Unterlagen herausgegebene Publikation soll insbesondere betroffenen ehemaligen Sportlern, aber auch Ärzten, Therapeuten und Beratern sowie der interessierten Öffentlichkeit als fundierte Einführung in die komplexe Thematik dienen.

Der Band versammelt Aufsätze von ausgewiesenen Experten zu den Mechanismen des DDR-Staatsdopings, zu gesundheitlichen Langzeitfolgen des Dopings und zum Stand der Aufarbeitung der DDR-Doping-Praxis in den ehemaligen Nordbezirken. Dokumentiert werden neben Schlüsselbelegen aus den Stasi-Akten zum DDR-Zwangsdopingsystem zusätzlich u.a. ein Auszug aus der Geschädigtenliste des Doping-Opfer-Hilfe-Vereins, die Biografie einer betroffenen Sportlerin, das Zweite Dopingopfer-Hilfegesetz, der Landtagsbeschluss zur Aufarbeitung des DDR-Dopings in Mecklenburg-Vorpommern sowie Adressen von Beratungs- und Therapieeinrichtungen, von Archiven und Einrichtungen für die Recherche notwendiger Nachweise.

Landesbeauftragte für MV für die Stasi-Unterlagen (Hg.): Staatsdoping in der DDR. Eine Einführung. Schwerin 2017.

ISBN: 978-3-933255-52-5. Schutzgebühr 6 Euro (Abgabe an Beratungsstellen, Gutachter, Ärzte und Therapeuten, Archive, Schul- und Gesundheitsämter in MV frei).

Erhältlich ab sofort:

www.landesbeauftragter.de/publikationen/aktuelle-publikationen/

bzw. in der Geschäftsstelle der Landesbeauftragten

Mail: post@lstu.mv-regierung.de oder Tel.: 0385 734006.

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