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Ehrt man die Rose noch? |
Der Rocktitel „Wer die Rose ehrt“ steht beispielhaft für eine Musik, geboren aus einer eigenwilligen Verquickung von Ambition und Zwang, die “DDR-typisch” und zugleich bis heute hochgradig populär ist. Er stammt von der Band „Renft“, die von 1962-1967 Auftrittsverbot erhielt und 1975 von der DDR-Kulturbehörde aufgelöst wurde.
Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall plant ein generationsübergreifendes Team in Kooperation mit der Universität Potsdam ein Vortagskonzert und tourt damit im April 2009 durch ganz Deutschland. An Musikhochschulen und Universitäten in verschiedenen Bundesländern werden die Rock-Pop-Musik der DDR und deren staatliche Repressionen in einer medial vielseitigen und aufklärenden Darbietung von verschiedenen Seiten beleuchtet. Live-Musik und wissenschaftlicher Vortrag werden mit einer eigens dafür produzierten multimedialen Präsentation verbunden. Neue ästhetisch-musikalische Ansichten einer jungen Sängerin und ihrer Band treffen auf historische Dokumente, auf deutsche Geschichte und verschiedene Generationen aus Ost und West.
Persönlichkeiten wie Tamara Danz und Manfred Krug, Bands wie Renft, Lift und viele andere Künstler in der DDR lebten nicht nur in ganz eigenen Musikwelten und begeisterten durch die hohe künstlerische Qualität und Originalität ihrer Musik, sondern waren zugleich im Fokus des Staates und seiner oft repressiven Kulturpolitik. Der Einfluss von Politik machte Musik nicht nur zu einem freizeitlichen Hörgenuss, sondern in einer oft doppelbödigen Wirkungsweise auch zu einem Sprachrohr von Individualität, Sehnsüchten und Protest. [Text Projekthomepage: http://www.ostpoesie.de]
| Beginn der Veranstaltung: Mitwoch, den 15. April 2009, 20 Uhr |
Veranstaltungsort: Hochschule für Musik und Theater Rostock Beim St.-Katharinenstift 8 18055 Rostock |
| Mitveranstalter: Die Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR |